US-Dollar als Leitwährung alternativlos!
Shownotes
In der heutigen Folge geht es um den Zinsentscheid der EZB und den US-Dollar als Leitwährung. Die Inflationserwartungen der Verbraucher im Euro-Raum liegen nach wie vor über dem Zielwert der EZB. Dennoch erwarten die IKB-Volkswirte nächste Woche eine weitere Senkung der EZB-Leitzinsen, da nach Meinung der Notenbank der Disinflationsprozess voranschreitet und Wachstumsrisiken bestehen. Eine anhaltende Abwertung des Dollars gegenüber dem Euro würde den Inflationsdruck zudem weiter senken.
Im aktuellen Umfeld erhöhter Unsicherheit durch die US-Politik, Inflationssorgen sowie steigende Schuldenquoten gerät der US-Dollar unter Druck und dessen Status als Leitwährung wird damit häufig in Frage gestellt. Mit einmal Anteil von über 58% an den weltweiten Devisenreserven zeigt der US-Dollar mit großem Abstand die höchste Relevanz im Geldsystem. Und weder andere Währungen, wie beispielsweise der Euro oder der chinesische Yuan, noch alterative Assets stellen plausible Alternativen dar. Gold ist als Instrument zum Werterhalt ist zwar denkbar, hierzu bedarf es jedoch anhaltend niedrige Zinsen und niedrige Inflation. Auch wird immer wieder über den Bitcoin als mögliche Alternative zum klassischen Papiergeldsystem gesprochen. Als Argument dafür lässt sich die Unabhängigkeit von institutionsgesteuerter Gelmengensteuerung durch Zentralbanken. Jedoch existiert für Kryptowährungen wie den Bitcoin kein intrinsischer Wert. Darüber hinaus steht die Begrenzung der kursierenden Bitcoin-Einheiten auf 21 Millionen Einheiten der Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft entgegen.
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